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Veröffentlicht am 18.05.2017

Exposé: Das ostfriesische Relikt –Zeitensprünge-

 

Der Protagonist dieser fiktiven Geschichte, Fredo Gärtner, kehrt seiner zuvor angestrebten Karriere als Bauingenieur den Rücken, um sich einem neuen Leben im ländlichen Ostfriesland zuzuwenden. Auslöser dieses Entschlusses stellt ein neues Bauvorhaben im Bereich des Naturschutzgebietes Großes Meer dar, welches Fredo nicht mittragen möchte. Gemeinsam mit seiner Freundin renoviert er einen Resthof südlich von Aurich bei Ihlow. Sie richten dort eine Radlerpension ein, die zukünftig ihren Lebensunterhalt absichern soll.

Der gebürtige Ostfriese identifiziert sich mit seiner angestammten Heimat und versucht, die geschichtlichen Hintergründe dieser Region zu ergründen. Diese Auseinandersetzung mündet in der Folge in „traumatische Erlebnisse“, während denen Fredo in die geschichtlichen Ereignisse hineingezogen wird.

Das potentielle Baugebiet am Großen Meer bleibt jedoch weiterhin im Fokus seiner Aufmerksamkeit. Der Hobbyarchäologe Harald de Vries findet im Bereich dieser geplanten Baumaßnahme Artefakte aus der Zeit der Friesischen Freiheit. Dieser Fund wird in der Folge eine Kette krimineller Delikte nach sich ziehen. Vorerst aber besteht die Vermutung, dass diese Artefakte die gesamte Baumaßnahme zum Stillstand bringen könnte. Tatsächlich wird Harald de Vries kurz nach seinem Fund tot in seinem Haus aufgefunden.

Ein Reporter der Ostfriesen Zeitung, Sören Gehpracht, wird zum Tatort geschickt, um die näheren Umstände aufzuklären. Er erfährt von dem imaginären Fund am Großen Meer und schaut sich in dem Gebiet um. Am Ufer des Gewässers stellt er das Interesse eines weiteren Mannes fest. Edgar Treiber ist Lehrer für Geschichte und Mathematik an der Realschule Norden und ein ehemaliger Freund des ermordeten Harald de Vries.

Fredo und Gesa treiben mittlerweile die Renovierung des Resthofes voran. Um sich mal einen Tag der Ruhe zu gönnen, unternehmen sie einen Spaziergang. Am Nachmittag kehren sie in einer Pizzeria ein, um sich dort zu stärken. Sie werden Zeuge eines Gespräches am Nachbartisch, an dem Sören und Edgar über das Baugebiet, den Fund der Artefakte und dem damit zusammenhängenden Mord an Harald de Vries sprechen. Es entsteht eine Koalition aus Detektiven, die die näheren Ursachen dieses Verbrechen aufklären möchte, um letztlich die Zersiedelung der ostfriesischen Landschaft zu verhindern,

Es stellt sich jedoch heraus, dass de Vries die Artefakte schon freiwillig aus der Hand gegeben hat, um sie von einem Spezialisten näher begutachten zu lassen. Dieser Experte ist Wiard Gronewold, der Vorsitzende des ostfriesischen Bundes, einer Geheimorganisation, die seit dem fünfzehnten Jahrhundert existiert und sich die Grundsätze der Häuptlingskultur während der Friesischen Freiheit auf die Fahnen geschrieben hat. Der übergeordnete Plan dieser Organisation ist der, Ostfriesland in einen Freistaat umzuwandeln, um die einstige Bedeutung dieser Region wiederzubeleben. Aber auch Wiard Gronewold wird ermordet und die von ihm in Empfang genommenen Artefakte sind wiederum verschollen.

Es stellt sich heraus, dass der ermordete Harald de Vries nicht allein Hobbyarchäologe war, sondern auch an einer Spielsucht erkrankt zu sein schien. Sören und Edgar ermitteln diesen Zusammenhang und erschließen eine Spur, die zum Betreiber eines privaten Spielclubs auf Norderney führt. Sie erstatten Anzeige. Die Polizei findet die Artefakte und stellt sie sicher, um sie im weiteren Verlauf dem Heimatmuseum in Emden zu übergeben. Doch auch dort verweilen sie nur kurzfristig.

Der von der Baugesellschaft beschäftigte Sicherungsbeauftragte Jan Häufer, der die Zusammenhänge bis zu diesem Zeitpunkt mitverfolgt hat, bricht im Heimatmuseum ein und stielt die Artefakte wiederum. Er möchte ihnen ihre Geheimnisse entlocken, die seinem Verständnis nach einen Hinweis auf den verschollenen Schatz der Vitalienbrüder um Claus Störtebeker aufzeigen könnten. Aber auch er wird Opfer des Begehrens nach diesen Artefakten. Die Witwe des Ermordeten, Gertrud de Vries, beauftragt einen Detektiv, der die Artefakte wiederbeschaffen soll.

Es scheint sich ein Mysterium um diese Relikte zu bilden, dem nicht mehr zu folgen ist und dem der sichere Tod der wechselnden Besitzer anzuhängen scheint. Und auch die Artefakte bleiben in diesem Mysterium verborgen, ohne sicheren Hinweis auf deren Herkunft und Echtheit. Während all dieser Ereignisse findet Fredo in seinen traumatischen Erlebnissen bezüglich des Wirkens der ostfriesischen Häuptlinge in der Dynastie der tom Brook Hinweise auf die tatsächliche Existenz der Artefakte. Traumerscheinungen aufgrund der Auseinandersetzung mit diesen Relikten oder Hinweise auf deren realen Hintergrund?

Edgar Treiber, anfangs mit Sören Gehpracht und Fredo Gärtner auf der Suche nach dem Mörder und der Spur der nicht greifbaren Relikte, entpuppt nach und nach seine persönlichen Interesse. Es stellt sich heraus, dass er der neue Vorsitzende des Geheimbundes ist und dass das Wappenleder in seinem Besitz ist. Das Schild des Ocko tom Brook hatte er nicht erbeuten können. Dieses wurde von dem Detektiv aus der Wohnung Jan Häufers entwendet, den Frau de Vries mit der Wiederbeschaffung der Artefakte beauftragt hatte.

Edgar Treiber bemüht sich das Wappenleder vor den vielseitigen Interessen zu verstecken und transportiert es zu dem Überbleibsel des alten Redgarhofes zu Engerhafe, in dem einst Keno tom Brook zu Gericht gesessen haben soll. Der Detektiv, Angus Schrot, folgt und beschattet ihn, kann aber keine detaillierten Informationen herausfinden, außer der Tatsache, dass noch ein weiterer Verdächtiger ins Fadenkreuz seiner Beobachtungen rückt. Es ist Ebo Claasen, ein Eigenbrötler, der seine eigenen geschichtlichen Vorstellungen versessen auslebt. Der Detektiv beobachtet  einen Streit zwischen Treiber und Claasen, die sich dann im Zorn voneinander trennen. Er kann ihnen aber nicht folgen, da er sein Auto zu weit entfernt hatte abstellen müssen. Als er zurück zu seinem Fahrzeug kommt, muss er feststellen, dass es aufgebrochen wurde und das Schild, welches er im Auto mitführte, um es keinem möglichen Einbruch in seinen Geschäftsräumen auszusetzen, gestohlen worden war.

Wieder scheint absolut unklar, wo die Artefakte abgeblieben sind. Edgar Treiber scheint sich um seine anderen Interessen zu kümmern, den ostfriesischen Bund zu einer regionalpolitischen Partei umzuformen. Und doch entwickelt sich ein weiterer Todesfall. Treiber wird eines Tages bei dem durch einen Schuss zu Tode gekommenen Ebo Claasen aufgegriffen. Seine Aussage allerdings, dass es ein Unfall aufgrund einer Notwehrsituation gewesen war, kann nicht wiederlegt werden.

Angus, Gesa, Fredo und Sören denken sich einen Plan aus, um mit Hilfe der Polizei Edgar Treiber zu überführen, von dessen Schuld sie mittlerweile überzeugt sind. Und tatsächlich gelingt es, Treiber mit den Mordfällen in Verbindung zu bringen. Die Artefakte jedoch bleiben verschollen. Anscheinend hat der ermordete Ebo Claasen sie in seinen Besitz gebracht, um sie in sein persönliches Mysterium einzugliedern. Und auch die Relikte kehren in das mystische Reich der Häuptlingskultur zurück.