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Veröffentlicht am 14.12.2013

Gabbro -Geboren in der Tiefe-

 

Expose’:

 

Jochen Elbers ist seinem Leben in Deutschland entflohen und über eine längere Zeit als Weltenbummler durch die Lande gereist. Seine Wege lassen ihn irgendwann auf einem Frachtschiff anheuern, um ihn auf die mikronesische Insel Toupeka zu bringen, wo er für eine gewisse Zeit für einen dort ansässigen Betrieb arbeiten möchte. Es werden Seltene Erden aus den der Insel vorgelagerten Schelfgebieten gefördert und verarbeitet. Der Umgang mit den dabei entstehenden Abfallstoffen, die ungereinigt im Meer entsorgt werden, lassen Elbers bald an seiner Tätigkeit für diese Firma zweifeln. Die Konflikte zwischen der in Hamburg ansässigen Betreiberfirma und der mittlerweile versprengten heimischen Bevölkerung nehmen während seines Aufenthaltes ebenfalls dramatische Formen an, in die auch Elbers hinein gerät.

 

Bereits im Vorfeld hatte Elbers von einer alten Legende erfahren, die auf die Existenz der Saudeleur, einer alten heimischen Kultur, hinweist. Er möchte dem auf den Grund gehen und beschließt, die Insel näher zu erkunden. Auf den Spuren dieser Legende findet er einen Weg über das vulkanisch geprägte Inselinnere, durch von Menschenhand erschaffene Stollen zum Volksstamm der Saudeleur, die im Verborgenen hauptsächlich vom Fischfang leben. Doch deren Gesundheit ist bedroht, denn der Konsum von Meeresfrüchten scheint sich bedrohlich auf ihr Befinden auszuwirken. Da diese nicht die Anforderungen der modernen Gesellschaft kontaktieren möchten, beschließt Elbers, der Ursache auf den Grund zu gehen. Während seines Aufenthaltes bei den Saudeleur stoßen zwei heimische Personen auf dieses eigenständige Areal der Urbevölkerung, die einen Anschlag auf den Firmenkomplex verübt hatten. Das geheime Leben der Saudeleur scheint der Vergangenheit anzugehören. Ohne ihr Wissen war bereits ein vom Firmenkonsortium beauftragter Mann auf ihren Fersen, der zu verhindern versucht, dass dieses Geheimnis an die Öffentlichkeit gerät, um der Diskussion zum rechtmäßigen Wirken der Firmen auf Toupeka nicht neue Nahrung zu geben.

 

Elbers und seine beiden Begleiter entkommen dem Verfolger, doch nur Elbers schafft auch die Flucht von der Insel nach Pohnpei, der verwaltenden Hauptinsel. Schon bald muss er allerdings einsehen, dass er weiterhin verfolgt wird. Er hält ein Dokument in seinen Händen, das die Saudeleur als rechtmäßige Eigentümer der Insel bestätigt. Elbers muss sich wiederum seinen Häschern entziehen. Er flieht aus dem Hauptort heraus in die Küstenregionen der Provinz, wo er Anschluss an die Gemeinschaft der dort ansässigen Fischer findet. Auch diese sehen sich bereits einer Existenzangst gegenüber, da der von ihnen gefangene Fisch bereits gesundheitliche Konsequenzen gefordert hat. Sie beschließen, die Yacht eines reichen Finanziers zu kapern, um Lösegeld zu fordern.

 

Der vom Hamburger Firmenkonsortium beauftragte Agent sitzt Elbers weiterhin auf den Fersen. Da er seinen Auftrag allerdings nicht wunschgemäß erfüllen konnte, wird ihm vom Auftraggeber die Bezahlung verwehrt. Er beschließt, auf eigene Faust weiter zu machen, um diesen Ausfall finanziell auf andere Art zu kompensieren. Es gelingt ihm, die von den Fischern gekaperte Yacht und zusätzlich das Lösegeld in seine Gewalt zu bringen. Um sich an seinen Auftraggebern zu rächen und den Rest seines Solds zu erpressen, fährt er zurück nach Toupeka, um dort mittels Sprengladungen ein Erpressungsdelikt durchzuführen. Diese Sprengladungen setzen das endgültige Aus für das Wirken der Firmen vor Ort.

 

Überall auf der Welt nehmen die Folgen der mysteriösen Erkrankungen aufgrund des Fischkonsums zu. Man macht sich Gedanken darüber, weitläufige Schutzzonen einzurichten, um den Fischbestand wieder gesunden zu lassen. Die gedankenlose Entsorgung von Abfällen über das Hamburger Firmenkonsortium wird zum Aufhänger der Umweltbewegung. Der Druck nimmt weiter zu und der Verbraucher wird immer sensibler gegenüber dem eigenen Konsumverhalten. Es entwickelt sich eine oppositionelle Bewegung zur industriellen Ignoranz gegenüber den natürlichen Kreisläufen, die nicht nur der Weltbevölkerung neue Wege eröffnet, sondern auch den Saudeleur.